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Pfarreiengemeinschaft Speicher

PFINGSTEN

Das christliche Osterfest hat, durch den Kreuzestod Jesu, einen historischen Zusammenhang mit dem jüdischen Paschafest. Dieser Zusammenhang wurde von den Christen jedoch durch eine andere Berechnung des Ostertermins aufgelöst.

Das erste Pfingstfest lag nach dem Bericht der Apostelgeschichte (2,1-13) auch an einem jüdischen Feiertag, dem Fest der Weizenernte, das sieben Wochen nach dem Paschafest gefeiert wurde. Der Name Pfingsten kommt vom grischichen Wort Pentecoste, der Fünfzigste (Tag). Das jüdische Fest war ursprünglich ein Erntedankfest, wurde aber zur Zeit Jesu auch auf die Geschichte des Volkes, insbesondere die Gesetzgebung bzw. die Bundeserneuerung bezogen. Es ist wahrscheinlich, dass die Jünger Jesu zum jüdischen Erntefest nach Jerusalem gekommen waren und öffentlich aufgetreten sind.

Der Bericht in der Apostelgeschichte läßt jedoch eine sichere Rekonstruktion nicht mehr zu. Vom zweiten Jahrhundert an gibt es Hinweise, dass die Christen ein eigenes Pfingstfest feiern, das sich inhaltlich an den Berichten der Apostelgeschichte orientiert. Pfingsten wurde wie Ostern zum Tauftag. In der Entwicklung des Festgedankens tritt eine Verschiebung ein, die das Fest aus dem Zusammenhang mit Ostern löst und es als Fest des Heiligen Geistes sieht.  Von den biblischen Berichten ist Pfingsten jedoch als Abschluß der Osterzeit zu sehen. Die Ausgießung des Geistes ist eine Gabe des Auferstandenen und zugleich Beginn der Kirche und damit der christlichen Mission.

Der Marienmonat

Lourdesgrotte Beilingen
Foto: J.B.

Der Mai ist in der katholischen Kirche der Gottesmutter geweiht

Mit dem 1. Mai beginnt für die katholische Kirche der Marienmonat, in dem Andachten zu Ehren der Gottesmutter gefeiert werden. In vielen Kirchen werden „Maialtäre“ aufgestellt sein, wie die mit Blumen und Kerzen eigens für diese Zeit geschmückten Marienstatuen traditionell heißen. Sie bilden optisch den Mittelpunkt der Maiandachten.

Nach biblischem Zeugnis und christlichem Glauben hat sich Maria ganz dem Willen Gottes überantwortet und in Jesus Christus Gottes Sohn zur Welt gebracht. In der katholischen und in den orthodoxen Kirchen gilt sie deshalb als Erste unter den Heiligen.

Andachten zu Ehren Mariens im ihr geweihten Monat Mai entstanden in der Barockzeit. Nach Darstellung des Brauchtumskenners Manfred Becker-Huberti fand die erste Maiandacht 1784 in Ferrara statt. Im 19. Jahrhundert verbreitete sich diese Andachtsform von Italien aus und setzte sich weltweit in der katholischen Kirche durch.

1841 wurde im Kloster der Guten Hirtinnen in München-Haidhausen die erste Maiandacht auf deutschem Boden gefeiert. Bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg war es in Deutschland üblich, dass auch jede katholische Familie im Monat Mai einen „Maialtar” zu Hause aufbaute: eine gern mit Maiglöckchen geschmückte Marienfigur, vor der Gebete gesprochen wurden. Mancherorts wird dieser Brauch noch heute gepflegt.

Peter Weidemann, in: Pfarrbriefservice.de