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Pfarreiengemeinschaft Speicher

Wonnemonat Mai

Liebe Mitchristen,

es ist kaum zu glauben, doch irgendwie haben wir es in den Mai geschafft; jenen Monat, der in so manchen lyrischen Texten auch als „Wonnemonat-Mai“ bezeichnet wird. Nun hält auch in diesem Jahr der Mai eine Vielzahl von Festen für uns bereit: 1. Mai: Josef der Arbeiter, 9. Mai: Muttertag, am Donnerstags danach: Christi Himmelfahrt (Vatertag) aber auch Pfingsten und schließlich den Dreifaltigkeitssonntag.

Früher war der Wonne-Monat Mai auch ein bevorzugter Monat zum Feiern von Hochzeiten. Doch all diese Feste können uns durch die Corona-Beschränkungen auch zum wiederholten Male nicht groß begeistern, geschweige denn zu ausgelassenem Jubel bewegen.
Wonnemonat Mai, von wegen. Nun gut, immerhin genießen wir die wärmeren Sonnerstrahlen sowie die aufblühende Natur. Sie ermöglichen uns, ins Freie zu gehen und in der weniger Aerosol-geplagten Außen-Luft durchzuatmen. Andererseits fragt sich mancher, haben wir den letzten Lockdown bald hinter uns oder hält die Corona-Pandemie noch weitere Schreckensmeldungen wie Mutationen oder ergänzende Auffrischungsimpfungen bereit? Was kann oder wird uns hier noch alles „blühen“? Kann uns denn der christliche Glaube in diesen herausfordernden Zeiten Orientierung geben?
Der Blick auf Christus zeigt uns, dass wir von diesem irdischen Leben nicht erwarten dürfen, dass es einem Schlaraffenland gleicht. Doch manche leben ganz und gar nach der Maxime: Egal wohin mich mein Weg führt, Hauptsache erster Klasse; bequem muss es sein. Dem widerspricht das irdische Leben Jesu ganz und gar. Dass wir uns nicht falsch verstehen, er war alles andere als ein Kostverächter, manche – wie er selbst zitiert - nannten ihn einen „Fresser und Säufer“ (Mt 11,19). Doch in gleicher Weise setzte er sich auf vielfältige Weise für die Menschen ein, handfest in der Bekämpfung von Hunger und Durst, aber auch wenn es um die großen Themen, also um Lebenseinstellungen, um die Lebensphilosophien ging.
Bei all dem ließ ihn seine Mutter Maria seinen Weg gehen, denn sie vertraute, dass Jesus in Gott verankert ist und daher nicht fehl gehen kann. Sie begleitet ihn, auch ins scheinbare Scheitern, bis unters Kreuz. Und nach seiner Auferstehung blieb sie dem Kreis der jungen Kirche treu. Sie harrte mit den Jüngern aus, bis auch diese das Wirken des hl. Geistes leibhaftig und mental erfuhren und zu mutigen Verkündern der frohen Botschaft wurden.
Wenn wir im Monat Mai nicht nur das Fest der Himmelfahrt Christi feiern, sondern im Wonnemonat Mai bedenken, dass Gott Großes an Maria getan hat, dann spüren und entdecken wir mit ihr, dass auch wir nicht nur in diesem Leben auf vielfältige Art herausgefordert sind, sondern dass auch uns hier und da – und schließlich auf ewig - der Himmel blüht.

Auch im Namen des ganzen Pastoralteams wünsche ich Ihnen ermutigende Festtage und einen gesegneten Wonnemonat Mai.

Stephan Gerber, Pastor